Architektur Akademie

Architektur Akademie in der Villa Vigoni 2005

Multifunctional Sesto
Was ist Sesto San Giovanni? Warum die Multifunktionalität?
Sesto San Giovanni ist ein der eindrucksvoll Beispiel für den Niedergang des Fordschen Produktionsmodells und hat viele interessante Themen zum sozialen Bereich, zu Industrieniederlassungen, zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zur Ansiedlung von Arbeitervierteln hervorgebracht. Heute durchlebt Sesto San Giovanni eine Übergangsphase von der – nunmehr abgeschlossenen – Zeit, in der die Stadt im Einzugsbereich Mailands als wichtiges Produktionsgebiet galt, zu einer Zukunft, die verschiedene Möglichkeiten bietet.
In Sesto sind mehrere Probleme anwesend. Es handelt sich um Probleme, die in vielen Bezirken, die an Metropolen angrenzen, auftreten, wie zum Beispiel fehlende Grünzonen, Kriminalität, mangelnde Integration der Immigranten, Besorgnis um die Lebensbedingungen der Kinder und Alten. Es handelt so um soziale, wirtschaftliche und stadtplänerische Probleme; die Umstrukturierung ist so nicht einfach. Die am wenigsten wünschenswerte Perspektive wäre eine Ausweitung der Tertiarisierung und Quartiarisierung, was einem realen oder potentiellen Identitätsverlust gegenüber der Metropole Mailand gleichkommt, zu der Sesto San Giovanni eine sehr attraktive Gebietsausdehnung bietet. So ist die ganze Arbeit des Workshops durch die Multifunktionalität der vorgeschlagenen Lösungen charakterisiert. Diese Multifunktionalität hat als Voraussetzung eine mehrdisziplinärische Arbeit. D. h.: unter Dozenten und Studenten sind unterschiedliche Kompetenzen anwesend, u. a. Architekten, Gartenarchitekten,
Stadtplaner, Agrarwissenschaftler.

Ziele der Akademie:

  • Entwicklung von Leitlinien für die Maßnahmenausrichtung im spezifischen Fall Sesto San Giovanni
  • Betrachtung der Auswirkungen auf Sesto San Giovanni und das Hinterland – eventuell auch in größerem Maßstab
  • Entwicklung einer übertragbaren Strategie für Requalifizierungsmaßnahmen
  • Erstellung einer Dokumentation der interdisziplinären Arbeit: Inhalte und Methoden der Zusammenarbeit zwischen Studenten der Agronomie und der Architektur aus verschiedenen Ländern


Sessioni di studio / Arbeitssektionen
“Architettura, deindustrializzazione, riuso” / „Architektur, Deindustrialisierung, Neunutzungen“

Contributi di / Beiträge: Prof. Arch. Leonardo Benevolo
Prof. Arch. Roberto Cherubini
“Rifl essioni sul valore della progettazione” / „Uebrlegungen ueber den Wert des Entwerfen“
Contributi di / Beiträge: Prof. Arch. Livio Vacchini
Prof. Arch. Emilio Battisti
“Esperienze progettuali di urbanistica performativa” / „Erfahrungen einer performative Stadtplanung“
Contributi di / Beiträge: OSA – office for subversive architecture
Peanutz Architekten
“Milano Fiera: quale idea di città?” / „Messe Mailand: Welche Idee der Stadt?“
Contributo di / Beitrag: Dipl.-Ing. Hans Christian Wilhelm


Docenti responsabili / Verantwortliche Dozenten
Prof. Ariel Auslender (TU Darmstadt), Prof. Gabriele Cappellato (Università Svizzera Italiana), Prof. Andrea Galli (Univ. Politecnica Marche), Prof. Walter Nägeli (TH Karlsruhe)

Docenti coordinatori / Koordintaoren
Prof. Rita Colantonio (Univ. Politecnica Marche), Arch. Cristiano Lepratti (TU Darmstadt), Arch. Vera Martinez (TU Darmstadt)

Docenti Ospiti / Gastdozenten
Arch. Manucher Seyed Mortazavi (TU Darmstadt), Arch. Gianluigi Mondani (Univ. Politecnica Marche), Prof. Arch. Henrique Pessoa (Politecnico di Milano)

Tutor / Betreuer
Dipl.-Ing. Oliver Hantke (TU Darmstadt), Dipl.-Ing. Oliver Langbein (TU Darmstadt), Arch. Domenico Lungo (Accademia di Mendrisio), dott. Ernesto Marcheggiani (Univ. Politecnica Marche), Dipl.-Ing. Dirk Schluppkotten (TH Karlsruhe), dott. Serenella Sala (Univ. Milano – Bicocca), dott. Flavio Venturelli (TH Karlsruhe)


Contributi alla Mostra / Beiträge zur Ausstellung

Grafica / Graphik:
Dipl.-Ing. Oliver Hantke, dott. Flavio Venturelli
Stampa / Druck: Università Politecnica delle Marche,
DISASC – DARDUS