Opaion

Opaion – Paperbox

Kunstinstallation als Ausstellungsbeitrag mit Markus Heinsdorff in Rotterdam 2016


Im Rahmen des Seminars WORKING WITH HEINSDORFF im Sommersemster 2016 hat eine Gruppe von Studierenden der Architektur eine Skulptur zur Kunst Biennale Kunsteiland in Rotterdam geplant und installiert. Eingeladen einen Beitrag zum Thema HERMITAGE zu gestalten war der Künstler Markus Heinsdorff aus München.

In Kooperation hat das Fachgebiet Plastisches Gestalten das Seminar veranstaltet und eine Exkursion nach Rotterdam organisiert. In einem Prozess vor Ort wurde eine, im Vorfeld schematisch entworfene Struktur aus Obstkisten entwickelt und realisiert. Das Fachgebiet hat diesen kreativen Prozess der Installation vor Ort begleitet und koordiniert.

Ausgehend von dem Seminar der Themenreihe „PAPIER“ haben die Studierenden ihre Ideen für Objekte und Konstruktionen aus Pappkisten in die Entwicklung einer 1:1 Struktur für die Biennale einfließen lassen.

Ursprünglich sollte das Objekt im Aussenraum mit einer inneren Stützkonstruktion installiert werden. Aufgrund von unvorhersehbarem Wetter wurde dann eine selbsttragende Struktur im Innenraum umgesetzt. Hierfür diente ein 3 auf 4 Meter großer Atelierraum mit einer zentralen Lichtöffnung in der Decke.

In diesem wurde ein auf den Kopf gestellter, geschnittener Kegel mittig aufgebaut. Dafür wurden die Kisten im Läuferverband radial um den Mittelpunkt, Reihe für Reihe aufeinander gesetzt und durch Schrauben untereinander fixiert. Ein Versatz der Kistenreihen zueinander bedingt das Auskragen der Struktur nach aussen. Mit einem inneren Durchmesser im Fussbereich von ca. 1,8 Metern und einer Höhe bis unter die Decke des Raumes wurden insgesamt ca. 480 handelsüblichen Obstkisten aus Wellpappe verbaut.

Der Name der Installation ist OPAION. Namensgeber und inhaltlicher Bezug ist die Lichtöffnung im Dach, die mittels eine Maske mit einem kreisrunden Ausschnitt verkleidet wurde. Das einfallende Licht inszeniert die Skulptur, verstärkt die Zentralität des Objekts und des(r) Benutzers(in), der über eine Lücke in den Kistenreihen den Innenraum der Installation betreten kann.

Die Wand aus Kisten schafft einen zweiten Raum, der sich strukturell und atmosphärisch von dem umgebenden Raum absetzt, diesen kontrastiert und einen eigenen Ort, eine Hermitage bildet.

Die Ausstellung „In Quarantaine hedendaagse hermitages“ im Quarantaineweg 1d4, 3089KP Rotterdam ist noch bis Anfang September von 11.00-17.00 Uhr zu besichtigen.


Markus Heinsdorff

Fachgebiet Plastisches Gestalten der Technischen Universität Darmstadt
Professor Ariel Auslender

Iskender Caliskan, Max Grallert, Katharina Herzog, Leonard Kaupp, Aki Kappeler, Christian Leicher, Justine Liebald, Fabian Luttropp, Manuel Pfänder, Jannis Protzmann, Lisa Ritter, Tim Sarbacher, Jasmin Sorour, Maja Tokarski, Peter Wichmann.