Instant Homes

Instant Homes

Notunterkünfte aus Papier

Wahlfach Master und 5. Sem. Bachelor (B18)
im Sommersemester 2012, Fachgebiet Plastisches Gestalten, in Kooperation mit den Fachgebieten Papierchemie und Papierherstellung

Betreuung

Prof. Ariel Auslender
Dipl.-Ing. Fabian Luttropp, Dipl.-Des. Frank Metzger, Dipl. Kunst u. Öffentl. Raum Marc Rammelmüller

Thema

Immer wieder führen Naturkatastrophen dazu, dass eine große Anzahl Menschen schnell mit einer Unterkunft versorgt werden muss. Und oft genug werden diese eigentlich nur als Provisorien gedachten Notunterkünfte zu dauerhaften Einrichtungen, wie z. B. in Haiti, wo nach dem Erdbeben im Jahr 2010 noch immer eine halbe Millionen Menschen in Zeltstädten leben müssen. Thema des Seminars ist die Entwicklung einer faltbaren Notunterkunft aus papierbasierten Werkstoffen, welche in Katastrophengebieten eingesetzt werden kann. Sie muss die Bewohner und ihre Habe optimal vor Witterungseinflüssen schützen und ihnen in einem zerstörten Umfeld das Gefühl von Stabilität und Sicherheit bieten. Mittels modularer Papierarchitekturen lassen sich schnell geordnete Wohn- und Stadtstrukturen herstellen, die ihren Bewohnern ein sehr viel höheres Sicherheitsgefühl vermitteln als normale Zeltbauten aus Stoff. Darüber hinaus ist Papier ein kostengünstiger, vielfältig bearbeitbarer und formal ansprechender Werkstoff, der nach Gebrauch vollständig biologisch abbaubar ist. Durch chemische Bearbeitung lassen sich zudem bestimmte Funktionalisierungen wie z. B. Wasserabweisung oder Feuerfestigkeit erreichen. Diese Vorteile sollen bei der Entwicklung der Notunterkunft genutzt werden. Zudem soll die Unterkunft folgende Eigenschaften aufweisen:

Platzsparender Transport | Einfacher Aufbau | Mindesthaltbarkeit von mind. einem Jahr | Möglichkeit zur flexiblen Raumaufteilung | Einrichtungsgegenstände und besondere Funktionalitäten z. B. für die Ressourcengewinnung integriert werden | Biologische Abbaubarkeit nach Gebrauch.